Kategorie: Getreide

  • Rezept: Herzhafte Quiche mit Vollkorn und Hackfleisch

    Rezept: Herzhafte Quiche mit Vollkorn und Hackfleisch

    Viel zu tun an warmen Tagen

    Die Tage fühlen sich inzwischen lang, sonnig und warm an. Während das Gemüse in Kübeln und im Freiland langsam bei uns gedeiht, wachsen die Aufgaben ebenso weiter mit jedem Tag. Das wilde Beikraut wuchert kräftig zwischen Steckzwiebeln, Möhrrüben und Dill und bleibt für mich wohl eine begleitende Tätigkeit, die ich persönlich nicht so gern mag. Ich erfreue mich aber als Wildkräuterpädagogin über jedes neu entdecke Wunderkraut in unserem Garten! Die Vielfalt ist wahnsinnig und ich kann mich leider nicht von jedem störenden Kraut im Beet trennen, obwohl ich es oft genug später im Jahr bereue.

    Deftiges Essen zur Stärkung

    So wächst munter der Giersch, der Beifuß, jede Menge Kompass-Lattich und sogar die echte Kamille scheint dieses Jahr „zu viel“ zu werden. Toll zum Sammeln! Und obwohl sich viele bei hitzigen Temperaturen bevorzugt über leichte Kost erfreuen, merke ich an der kräftezehrenden Tätigkeit, dass mir ein bisschen Gemüs mit Soß nicht ausreichend würde.

    So gibt es heute eine feine Quiche mit Vollkornmürbeteig (lange Teigruhe für bessere Nährstoffaufnahme) und einer Füllung aus Hackfleisch, Sahne, saure Sahne, Eiern und etwas Bergkäse. Was gut rein passt? Kräuter! Von Petersilie und Dill brauch ich gar nicht mehr zu sprechen. Giersch, Brennnessel, ein bisschen Sauerampfer, vielleicht ein paar Blätter oder junge Knospen vom Wiesen-Bärenklau? Probieren geht bekanntlich über Studieren und so ist es auch mit Quiche. Hier kommt das Rezept:

    Rezept: Herzhafte Quiche mit Vollkorn und Hackfleisch

    Zutaten

    Vollkornmürbeteig (am besten schon am Vortag)

    400g Mehl
    200g Butter
    1 Eigelb
    Salz

    Aus den obigen Zutaten einen Mürbeteig zubereiten und kühl stellen. Er kann auch frisch genutzt werden.

    Füllung

    150ml Milch
    75ml Sahne

    200ml saure Sahne
    4 Eier
    300g Hackfleisch

    Salz, Peffer, Oregano, Majoran, Muskat
    Bergkäse
    Petersilie

    So wird´s gemacht

    Eine Auflaufform gleichmäßig mit dem Mürbeteig auslegen, mit einer Gabel mehrfach einstechen und bei 200 Grad ca. 10 Minuten hell ausbacken.

    In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Hierfür die Milch, Sahne und Eier miteinander verquirlen. Das rohe Hackfleisch klein zupfen und beimengen. Mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen kräftig abschmecken und in den vorgebackenen Teig füllen. Nach Wunsch Bergkäse reiben und drüber geben.

    Weitere 25-30 Minuten bei gleicher Hitze backen, bis die Quiche bräunt. Heiß servieren und mit Petersilie garnieren.

    Tipp: Die doppelte Portion Mürbeteig vorbereiten und im Kühlschrank lagern. So hast du für mehrere Tage die Möglichkeit eine Quiche nach deinem Geschmack zu backen!

  • Warum „einfach“ und „schnell“ nicht zufrieden stellt

    Warum „einfach“ und „schnell“ nicht zufrieden stellt

    Gewohnheiten überdenken

    „Och, war das guuuut!“ raunt es genießerisch vom Tisch gegenüber. Eine ordentliche Portion Nudeln mit Tomatensauce und Käse mussten jetzt schnell herhalten. Für ein aufwendiges Essen war keine Zeit gewesen. Am Nächsten Tag wieder. Nudeln mit Pesto, noch schneller und einfacher. Dann Haferflocken über Nacht („Overnight Oats“) eingeweicht am darauffolgenden Tag, gefolgt von belegten Broten und Schichtsalat, ganz getreu nach dem „Meal Prepping“ Prinzip. 

    „Hauptsache satt!“ – lautet die Devise. Wenn es dann noch einen Anflug von Gesundheit impliziert, ist die Sache doch gegessen, oder? 

    Nahrungsaufnahme als Mittel zum Zweck

    Was ist denn nun so schlimm an Nudeln, Overnight Oats und Schichtsalat? Kurz gesagt: Diese Dinge sind nur Mittel zum Zweck. Sie spenden uns Energie, Wärme und der Magen ist gefüllt. Aber unsere Zellen und unser Gehirn gehen leer aus. Und der nächste Hunger lässt nicht lang auf sich warten. Ganz besonders auffällig empfinde ich diesen „Trend“ bei heranwachsenden, insbesondere kleinen Kindern, die kaum etwas anderes als raffinierte Kohlenhydrate und ein bisschen Gemüsesticks und Obstmus erhalten.

    Einheitsbrei verdirbt den Geschmack

    Schnelles, einfaches Essen entfremdet uns immer weiter von den ursprünglichen, naturbelassenen Nahrungsmitteln unserer Region. Und das ist keine übertriebene Auffassung meinerseits, sondern die Realität. Alles soll immer gleichbleibend schmecken und riechen. Convenience Produkte sind wortwörtlich in aller Munde und prägen den Geschmack von Generationen. Gleichzeitig sind viele von uns Mangelernährt, beginnend bei der kleinsten Zelle, nämlich den Kindern.

    Und wer ist eigentlich schuld, dass Nestlé, Mondelez und weitere Großkonzerne die Werbekeule, weiterhin an Kinder gerichtet, schwingen dürfen Seit wann ist es zur Normalität geworden, dass Kindern in Restaurants wie selbstverständlich nur Chicken Nuggets, Fischstäbchen und Nudeln angeboten werden, anstatt einfach kleinere Portionen des „Erwachsenen Essens“?

    Die Zubereitung macht´s

    Das Problem ist omnipräsent und vielschichtig. Zurück also zur Frage, weshalb Haferflocken, Nudeln und Schichtsalat nicht gesundheitsfördernd sind.

    Haferflocken sind durch den industriellen Prozess (bedampfen, erhitzen…) ein wertloses Getreide im Supermarktregal geworden. Die gefüllten Tüten sollen eine lange Haltbarkeit aufweisen, um für Supermärkte überhaupt interessant zu sein. An Nährstoffe sind diese Händler nicht interessiert. Milch, häufig zusätzlich homogenisiert und aus Massentierhaltung, bildet ebenso ein minderwertiges Lebensmittel aus der Reihe. Milchersatzprodukte bilden hier keine Ausnahme und sind oft ähnlich unzuträglich für unsere Gesundheit.

    Nudeln bestehen aus raffinierten Kohlenhydraten, reinem Weißmehl, und enthalten keinerlei Nährwert. Sie dienen lediglich zur Füllung des Magens und spenden Wärme.

    Der Schichtsalat trifft es in dieser Aufzählung wohl am schlimmsten. Raffiniertes, gentechnisch verändertes und entzündungsförderndes Öl (Raps oder Sonnenblume oder billiges Olivenöl), gepaart mit stark belasteten Gemüsesorten (Pestizide und Nitrate) aus dem Gewächshaus ergibt eine leichte Mahlzeit mit viel Auswirkung auf spätere Gefäßerkrankungen und Unterversorgung des Gehirns.

    Hinterfragen statt nur zu konsumieren

    Wir sollten jetzt anfangen umzudenken und die Verantwortung fürs leibliche Wohl wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Schritt für Schritt, immer mit der inneren Motivation, dass man auch im hohen Alter seine Einkaufstüten und Enkel noch hochnehmen kann. 

    Praktische Tipps dazu findet ihr auf unserem Blog. 

    Und um nicht alles schwarz zu malern, hier ein paar direkte Tipps für nahrhafte Nudeln, Haferflocken und Schichtsalat:

    Nudeln…

    ..aus Urgetreide bevorzugen (z.B. Emmer, Kamut)
    …in hausgemachter Fleischbrühe kochen oder gleich eine Nudelsuppe daraus zaubern
    …selbst herstellen! Lasagneplatten und Maultaschen sind auch ohne extra Zubehör ein tolles Spektakel. Mit etwas Hilfe von Freunden oder mit der Familie wirds zum Event

    Haferflocken…

    …lieber als ganzes Getreidekorn frisch mahlen oder quetschen (Unverpacktläden, Freunde mit Flockenquetsche oder Mühle, Kaffeemühle nutzen…) 
    …mit einer traditionellen Zubereitungsmethode (säuern, einweichen, rösten) zubereiten 
    …auf vorgekeimte Haferflocken zurück greifen („sproutet oats“)

    Schichtsalat…

    …mit hochwertigem Olivenöldressing zubereiten
    …mit Gemüse aus der Region und aktueller Saison anrichten
    … mit Croutons aus altem Brot selbst aufpeppen
    …mit Saaten und Körnern, die vorher eingeweicht oder geröstet wurden, schmücken
    …mit Wildkräutern wie jungen Giersch – und Löwenzahnblättern sowie Brennnesselsamen (Früchte) mehr Mineralstoffe verleihen

    Titelbild von Daniel Lindstrom / Pexels

  • Ernährung erklärt: Getreide bekömmlicher zubereiten (+ Rezept)

    Ernährung erklärt: Getreide bekömmlicher zubereiten (+ Rezept)

    Den Getreide-Dschungel hinter sich lassen

    Ihr kennt sie vielleicht schon, diese aufgeblähten Lektüren über Weizen-Wampen, Low-Carb und Paläomoden, aber auch die Vollwertverfechter, die tagein tagaus ihre gesprossenen oder eingeweichten Rohkostsämereien vertilgen und natürlich Menschen, die sich schlicht nicht dafür interessieren und täglich ihr hochverarbeitetes Weißmehlbrötchen aus der Kantine oder dem Discounter verspeisen. Alles Ausprobieren hat seine Berechtigung, denn nicht jedem Menschen passt, was dem Anderen gut tut.

    Fehlschläge und weiteres Probieren

    Ich habe es versucht. Mit dem Frischkornbrei à la Dr. Bruker, dem berühmten Müsli nach Bircher-Benner, Musmehl und den gesäuerten Getreidebreien nach traditionell ursprünglicher Art, moderne Getreidepops mit Mandelmilch und und und. Seitdem es mit fermentiertem Buchweizenbrei in der Beikostzeit (wieder) NICHT geklappt hat, war ich die kläglichen Speisereste satt, die solange im Kühlschrank dümpelten, bis sie mich mit erhobenem Haarschopf anstarrten. Die Gesichter meiner Familie schliefen regelmäßig ein, wenn ich aus der Küche rief: „Ich hab´s! Dieses Mal schmeckt es WIRKLICH!“.

    Die Suche hört nie auf

    5 Jahre habe ich benötigt um Rezepte zu finden, die sich für meine Familie und mich eignen. Wir sind stetig auf der weiteren Suche, aber unser Repertoire an nährstoffreichen (Getreide-) Gerichten hat sich deutlich vergrößert. Auch wenn für uns Getreidebreie und Müslis unpassend sind, obwohl sie (zumindest ersteres) als gesundheitsförderlich und traditionell gelten, habe ich kein schlechtes Gewissen sie einfach wegzulassen. Dafür haben wir andere Speisen für uns gefunden und klassisches Brot ist und bleibt der absolute Favorit für uns als Familie.

    „Sauerteig Stillleben“ – Über Nacht auf Reisen ist er uns fast weggeblubbert

    Damit ihr nicht wie ich Jahrelang an Recherche und Ausprobieren benötigt, um das „Richtige“ für euch und eure Familie zu finden, möchte ich euch heute eine kleine Auswahl unserer Favoriten mitgeben.

    Unsere Familienfavoriten

    1. Rezept: Sauerteig-Schmarrn

    Zutaten

    Weizensauerteig, weich angerührt und mild
    Schmand, Quark oder Creme Fraiche
    Eier
    Natron
    Honig
    Salz, Vanille, Zimt
    optional: eingeweichte Trockenfrüchte

    So wird´s gemacht

    Den Sauerteig mit dem Schmand oder der Creme Fraiche verrühren. Wenn die Eier getrennt werden: Das Eigelb mit zum Sauerteig geben und das Eiweiß steif schlagen und unter die Masse heben. Andernfalls die Eier einfach mit in den Teig rühren. Mit Honig auf Wunsch süßen. Eine Prise Natron hinzugeben.

    Eine Pfanne mit reichlich Butter/-schmalz auf mittlerer Stufe heiß werden lassen und den Teig hineingießen. Wie beim klassischen Kaiserschmarrn den Teig stocken lassen, eventuell einen Deckel drauf geben. Die eingeweichten Trockenfrüchte über den Teig geben, wenn der Boden schon etwas gestockt ist. Dann den Schmarrn umdrehen, kurz stocken lassen und mit zwei Gabeln auseinander pflücken und heiß servieren.

    Tipp: Serviere den Schmarrn mit Sahne, Obstkompott oder Schokobutter.

    2. Rezept: Waffeln

    Unser 2. Familienfavorit sind WAFFELN (Rezept hier auf meiner Webseite) mit eingeweichtem Mehl.

    Wenn du kein Sauerteig zur Hand ist, kein Problem! Der Vorteig besteht nur aus Mehl und Milch. Für eine besserer Verdaulichkeit gibst du noch einen EL Joghurt oder Buttermilch hinzu und lässt ihn bei Raumtemperatur stehen. Das ist die – für mich – einfachste Methoden ganz unkompliziert eine der traditionellen Zubereitungsmethoden im Alltag zu nutzen. Die Waffeln aus Vollkornmehl schmecken aromatisch, liegen nicht so schwer im Magen wie die übliche Weißmehlvariante und halten lange satt. Natürlich kannst du auch die Hälfte des Vollkorns durch helleres Mehl austauschen, um dich ranzutasten.

    3. Rezept: Kräuterbutterbaguette

    Das letzte Rezept ist herzhaft und darf bei keiner Familienfeier im Freien fehlen – KRÄUTERBUTTERBAGUETTE (Link zum Rezept bald hier).

    Natürlich schmeckt das Baguette auch einfach pur genossen herrlich. Dazu ein bunter Salat, gebackener Feta oder Camembert, eine kräftige Kartoffelsuppe oder… du siehst, es gibt immer eine Möglichkeit um ofenfrisches Baguette zu servieren.

    Selbst unsere Jüngsten mögen die Kräuterbutter, sogar wenn ich etwas frischen Knoblauch hineinreibe. Die reine Vollkornvariante kann als eigene Mahlzeit dienen, ich ersetze einen Teil des Vollkorns gerne durch Auszugsmehl. Den Kompromiss gehe ich gern ein – denn gerade an heißen Sommertagen möchte man gern ein locker-leichtes Brot dass dem Original nah kommt. Durch nährstoffreiche Beilagen und die Füllung aus würziger Butter fällt ein bisschen Auszugsmehl nicht ins Gewicht. Ausgewogen soll es sein!






  • Rezept: Waffeln (mit eingeweichtem Mehl)

    Rezept: Waffeln (mit eingeweichtem Mehl)

    Essen braucht Zeit

    Das können meine Kinder nicht immer nachvollziehen und das ist auch OK. Wenn meine Jüngste Waffeln möchte, dann jetzt. Sofort. Und wenn es Widersprüche meinerseits gibt, bekomme ich ein wütendes Stirnrunzeln zurück. „Warum nicht!?“, ertönt es dann vorwurfsvoll. Und dann beginnen wir zu plaudern.

    Das Waffeleisen aus Guss ist unbedenklich im Gegensatz zu gängigen Antihaftgeräten

    Beste Zutaten für Muskeln und Gehirn

    Was gehört alles in einen Waffelteig? Frage ich. Butter und Milch von der Kuh, Eier von Hühnern und Mehl. Getreide muss ruhen, damit es besser für unseren Bauch wird. Und wenn wir einen schmackhaften Teig haben wollen, der nicht nur den Bauch füllt, sondern auch unser Gehirn und unsere Muskeln versorgt, dann fühlen wir uns nicht nur stark. Wir sind es auch.

    Diese Waffeln sind mehr als nur eine Süßigkeit oder ein schnelles Mittagessen für den süßen Zahn. Sie sind leicht bekömmlich, nährstoffreich und geben die Kindheitserinnerung der Älteren gleichsam an den Nachwuchs weiter.

    Rezept: Waffelteig (für ca. 20 kleine belgische Waffeln)

    Zutaten

    Vorteig
    380g Vollkornmehl (Einkorn oder Dinkel*)
    300ml Vollmilch
    1 EL saures (Apfelessig, Naturjoghurt, Zitronensaft, Molke, Kefir)

    Hauptteig
    150g Butter
    , weich
    6 EL Süße (Ahornsirup, Honig)
    4 Eier
    1 Prise Salz

    1 TL Vanille, gemahlen
    1/4 TL Natron

    So wird´s gemacht

    Für den Vorteig, dass Vollkornmehl mit der Milch und der sauren Flüssigkeit nach Wahl vermengen. Bei Raumtemperatur mindestens 2, besser 12 bis 24 Stunden stehen lassen.

    Nach der Zeit alle übrigen Zutaten zum Vorteig geben und z.B. mit dem Handrührgerät verquirlen. Den Teig in einem Waffeleisen ausbacken. Ich nutze hierfür eine Gusseisenform. Die Waffeln am besten sofort servieren. Wir essen sie am liebsten mit selbstgemachter Schokobutter, Beerensauce, geschlagener Sahne oder mit Vanilleeis. Die Waffeln eignen sich auch hervorragend zum Einfrieren!

    *Du kannst das Vollkornmehl auch zur Hälfte mit 550er Mehl ersetzen um trotzdem vom Vollkornanteil zu profitieren.

    Waffeln mit roter Grütze und Vanille-Frischkäsecreme

  • Rezept: Deftige Hack-Pfanne mit Kaspressknödeltopping

    Rezept: Deftige Hack-Pfanne mit Kaspressknödeltopping

    Aus der ländlichen Küche

    Knödel sind ein spannendes Küchenthema, an welches ich mich laaaange Zeit nicht heran getraut habe.

    Dann wurde ich von Lisas (Farmhouse on boone) Rezept für „Sourdough Skillet“ inspiriert. Im Familienalltag mit Hausbau, Gartenpflege und dem alltäglichen Chaos traf dieses One Pot Meal meinen Nerv. Eine herzhafte Füllung aus Fleisch, saisonalem Gemüse und Fleischbrühe, getoppt mit einer Schicht aus Sauerteigresten, Eiern und reichlich Käse. Beim folgenden Rezept kommt jedoch der Knödel ins rollen, oder besser gesagt, kommt er auf die deftige Füllung und rundet das Gericht ab. Ich verspreche euch, es ist viel einfacher, als es aussieht. Und schmecken wird es wirklich jedem!

    Rezept: Deftige Hack-Pfanne mit Kaspressknödeltopping

    Zutaten für 1 Pfanne

    Füllung

    300g Hackfleisch und/oder Reste (Braten, Kochfleisch, Hühnerbrust, Wurst, …)
    1 Tasse voll Gemüse, fertig gegart (Kartoffeln, Broccoli, Zwiebeln, …)
    1 Tasse Flüssigkeit (Fleisch- oder Gemüsebrühe, Saure Sahne, Schmand, Saucenreste, …)
    Gewürze nach Wahl
    Kräuter nach Wahl

    Topping (Kaspressknödel)

    250g altbackenes Brot, in Würfel geschnitten
    250ml Vollmilch, warm
    1 Zwiebel, in wenig Butter angebräunt
    1 EL Kräuter nach Wahl
    3 Eier
    150g Bergkäse, klein gewürfelt
    Salz, Pfeffer, Muskat

    So wird´s gemacht

    Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

    Für die Knödelmasse die Brotwürfel in die erhitzte Milch hineingeben und quellen lassen. Die übrigen Zutaten, bis auf den Käse, hinzufügen und vermengen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Käse untermengen. Die Masse sollte sich verstreichen lassen. Beiseite stellen.

    Für die Füllung in der Pfanne etwas Fett zerlassen und das Hackfleisch darin bräunen oder, wenn es bereits gegart ist, nur erwärmen. Das Gemüse hinzugeben und nochmals heiß werden lassen. Dann mit der Tasse Flüssigkeit ablöschen, abschmecken und mit Kräutern nach Wahl mischen.

    Die Knödelmasse auf der Füllung verteilen und sofort im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen, bis es goldgelb ist.

    Auf dem Bild seht ihr folgende Variante:
    Rohes Hackfleisch (Rind/Schwein) mit Zwiebel kräftig anbraten und abschmecken. Dann gegarte Kartoffeln und Kochfleisch hinzugeben, mit Fleischbrühe aufgießen und nochmals abschmecken. Eine Mischung aus Petersilie, Schnittlauch und anderem Grün hinzugeben und mit der Knödelmasse abbacken.

    Dazu passt der obligatorische Blattsalat, wir essen auch gern einfach nur Sauerkraut dazu.

    Hier seht ihr meine Version in ihrer Entstehung.
  • Ernährung erklärt: Getreide und Antinährstoffe

    Ernährung erklärt: Getreide und Antinährstoffe

    Das moderne Problem

    Es gibt immer mehr Menschen mit Allergien bis hin zu völligen Unverträglichkeiten (z.B. Zöliakie). Das Problem was viele nicht sehen: Es liegt nicht am Getreide, dass wir es allmählich nicht mehr vertragen. Sondern am Umgang mit unseren Nahrungsmitteln.

    Der richtige Umgang

    Der Mensch hat über die Zeit seiner Existenz viele Dinge und Methoden ausprobiert, um das heimische Nahrungsangebot an ihn und seiner Verdauung anzupassen. Viele Nahrungsmittel enthalten, wie z.B. Getreide, sogenannte Antinährstoffe. Für die Pflanzenwelt sind diese unabkömmlich, sie wirken u.a. als Schutzmechanismus gegenüber Fraßfeinden. Durch Ausprobieren und Zufall konnten jedoch Methoden entwickelt werden, um das Getreide für unseren Stoffwechsel besser verwertbar zu machen.

    Traditionelle Zubereitungsmethoden

    Einweichen, Säuern, Rösten, Keimen. Je nach Art des Rezeptes und des verwendeten Getreides können wir uns für eine oder mehrere Methoden entscheiden. „Overnight Oats“ waren nie ein neu dazugekommener Trend – geflocktes Getreide in einem sauren Milieu (wie z.B. Joghurt) einweichen zu lassen wurde bereits lange vor sozialen Netzwerken publik. Wer sich für traditionelle Zubereitungsmethoden interessiert, findet auf meiner Webseite nicht nur Rezepte sondern auch empfohlene Adressen und Bücher dazu. Weitere Beiträge dazu folgen laufend.

    Vollkorn statt Auszugsmehl

    Wer liebt sie nicht – fluffig, weiche Teilchen vom Bäcker. Gefüllt, ungefüllt, mit oder ohne Streusel. Eine Scheibe Toast zu Rührei, Brötchen zum Sonntagsfrühstück. Mittag schnell ein paar Brote für unterwegs geschmiert. Backwaren sind heute längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Mit sichtbaren Folgen für uns alle: Zahnfehlstellungen und Karies, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Hautleiden wie Neurodermitis, Diabetes. Krankheiten die auch unsere Kleinsten nicht mehr verschonen.

    Mögliche Ursachen

    Eine Ursache könnte, neben der inkorrekten Zubereitungsmethode, die Unmengen an uns aufgetischten minderwertigen Auszugsmehlen sein. Frisch gemahlenes Vollkorn, mitsamt dem aktiven Keimling, bringt das reine Naturprodukt mitsamt dem vollen Nährstoffprofil in unsere Zellen. Das Gesamtpaket unterstützt nicht nur die Nährstoffaufnahme und sorgt für bessere Verdaulichkeit – es unterstützt auch den korrekten Stoffwechsel in unserem Körper und verhindert die Blutzucker Achterbahn.

    Auszugsmehle können dies nicht bieten und schädigen in hohem Maße, wenn reichlich konsumiert. Sie bieten Pilzen und schlechten Bakterien in unserem Verdauungstrakt eine reichhaltige Grundlage und fördern zudem eine Unterversorgung im ganzen Körper – das Gehirn mit eingeschlossen.

    Eine Getreidemühle bereichert unsere Küche seit 2021

    Die Produktion eines Standard Brot aus dem Supermarkt

    Man nehme einen X-beliebigen Teig aus einem Auszugsmehl der Wahl, vornehmlich Weizen. Es wird mit Wasser, Salz, einem Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig vermischt. Doch hier liegt bereits die Herausforderung: Getreide bzw. das Mehl daraus ist ein naturbelassenes Produkt. In der Industrie werden Schwankungen während der Herstellung und der späteren Qualitäts- und Gleichheitskontrolle nicht gern gesehen. Auch ein Verderb bei längerer Lagerung sollte deutlich eingeschränkt werden.

    Hierfür entnimmt man dem gemahlenen Getreide den Keimling (der auch maßgeblich Anteil am korrekten Stoffwechsels in unserem Körper hat), erhitzt diesen, damit es über einen längeren Zeitraum lagerfähig wird. Im Anschluss wird der inaktive Keimling dem Mehl wieder hinzugefügt, um es als „Vollkorn“ deklarieren zu können. Hinzu kommen allerlei „Mehlverbesserungsmittel“, damit das Mehl z.B. schön hell bleibt, der Teig besser aufgeht, die Porengröße beeinflussbar wird…

    Es wird eine große Menge Hefe hinzugefügt, denn man hat nicht viel Zeit. Der Sauerteig bringt die typische Säure für kräftigeres Brot mit. Dann wird es nach kurzer Reifezeit gebacken und in die Märkte geliefert. Fertig ist der schwer verdauliche, entzündungsfördernde und Blutzuckerunfreundliche locker-leichte Gebäckgenuss mit Folgen. Hungrig geworden? Oder eher nachdenklich?

    Zurück zum nährendes Genuss

    Ab und an ein Teilchen vom Bäcker zu verzehren gehört für viele zum Leben dazu und ergänzt unseren Genuss. Brot, Brötchen und Co. aus dem heimischen Ofen lassen uns nicht nur die Eigenverantwortung für unsere Nahrungsmittel wiedererlangen, sondern fördern auch die Gesundheit und Lebensqualität.

    Wer selbst schon Brote für Familie und Freunde gebacken hat, kennt die Magie hinter frisch Gebackenem (am besten noch warm!). Wer lust bekommen hat, seine eigenen Brötchen zu backen findet hier ein Rezept für einfache Vollkornbrötchen über Nacht. Durch den unkomplizierten Teig und der lange Gehzeit bleibt man flexibel am Backtag und das Ergebnis sind aromatische Brötchen mit Biss – Genuss ohne zu beschweren!

  • Rezept: Vollkornbrötchen über Nacht

    Rezept: Vollkornbrötchen über Nacht

    Alleskönner Brötchen

    Heute gibt es ein Rezept für Liebhaber des Unkomplizierten: Brötchen. Ob zum Frühstück, zur abendlichen Brotzeit, unterwegs oder einfach zwischendurch wenn der Hunger zwickt – Brötchen haben wir gerne auf Vorrat da. Sie lassen sich wunderbar einfrieren für einen späteren Zeitpunkt und halten selten auch mal für fehlende Burgerbrötchen her. Es sind eben Alleskönner!

    Vom Korn zum Mehl

    Für das Rezept mahle ich das Getreide frisch mit unserer Getreidemühle. Die Anschaffung hat sich damals für uns gelohnt und die Mühle ist seitdem wöchentlich im Einsatz. Eine Alternative zur heimischen Mühle gibt es inzwischen in vielen Großstädten mit (Unverpackt-)Läden. Dort kann man das ausgesuchte Getreide direkt nach Wunsch mahlen und mitnehmen. Mit einer gut ausgestatteten Küchenmaschine lässt sich Getreide ebenfalls zerkleinern – das Ergebnis kommt jedoch an keine Mühle heran.

    Ein gutes Bio-Vollkornmehl reicht ebenfalls für den Anfang aus, falls es keine Gerätschaften in der Art gibt. Probier dich aus! Teig aus dem heimischen Ofen schmeckt immer.

    Flexibel bleiben mit langer Gare

    Diese Brötchen bilden DAS Standard-Rezept in unserem Haus und man kann es flexibel in den Alltag einbauen durch die lange Reifezeit. Das Ergebnis sind krosse Brötchen mit aromatischem Eigengeschmack – je nach verwendeter Getreidesorte. Aber genug erzählt, es ist Zeit zum Ausprobieren!

    Rezept: Vollkornbrötchen über Nacht

    Zutaten

    5g Hefe, frisch
    700g Wasser (Optional + 1 EL Molke/Joghurt*)
    1kg Mehl (Vollkorn, am besten frisch gemahlen)
    24g Salz
    Optional: 1 EL Honig oder Rübensirup

    Die Hefe im Wasser (+ Molke/Joghurt) auflösen. Übrige Zutaten hinzugeben und solange kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst (Roggen bleibt klebrig – erwünscht!).

    Den Teig in eine geölte Teigschüssel geben, abdecken und für ca. 12-24 Stunden im Kühlschrank lagern, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

    Nach der Reifezeit den Backofen mit Blech auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

    Den Teig vorsichtig aus der Schüssel auf die Arbeitsfläche gleiten lassen. Brötchen in gewünschter Größe abstechen und in Form bringen.

    Die Teiglinge auf dem Blech verteilen, ggf. mit Wasser besprühen und je nach Größe in ca. 12-20min. knusprig backen.

    *Dient zur besseren Säuerung des Teiges. Alternativ kann die gesamte Flüssigkeit durch Molke, Sauermilch oder Buttermilch ersetzt werden. Dann auf die Teigkonsistenz achten, jedes Mehl nimmt unterschiedliche Mengen Flüssigkeit auf.