Schlagwort: Traditionelle Ernährung

  • Kolumne: Frauengespräche

    Kolumne: Frauengespräche

    Es is(s)t zum Verrückt werden – die aberwitzige Kolumne

    Zuhause sprechen wir sehr offen über unsere Verdauung, über Weh-Wehchen und andere große Kleinigkeiten. Mir liegt die Gesundheit meiner Familie sehr am Herzen, weshalb mir die Kommunikation darüber so wichtig ist.

    Natürlich sitze ich nicht täglich mit Stift und Zettel auf dem Badewannenrand und protokolliere den Stuhlgang unserer Kinder. Und natürlich versuche ich keinen Small-Talk über Verdauungsstörungen mit Anderen zu halten – sie beginnen häufig von ganz allein.

    Erwachsene unter sich

    Ich durfte einst dem Gespräch zweier Frauen lauschen, welche mir gegenüber am Esstisch saßen. Sie unterhielten sich sehr angestrengt über diese Kohldiät aus einer Frauenklatschzeitung und darüber wie ungesund Kuhmilch sei. Irgendwann wurde ich zu den Themen befragt.

    „Hm?“, ich schaute von meinem Teller auf. „Diese Kohldiät würde ich niemandem empfehlen. Kohl und Wasser sind doch keine geeignete Nährstoffgrundlage. Da hungert man ja. Und Kuhmilch? Ja, die ist ungesund. Wenn sie aus dem Tetra Pak kommt.“

    „Genau, wegen der Massentierhaltung!“, stimmte mir eine der Frauen zu. Ich winkte vorsichtig ab „Auch, natürlich. Aber durch den industriellen Prozess werden die nährstoffreichen und guten Enzyme sowie Bakterien völlig denaturiert. Dadurch entstehen schneller Entzündungen im Körper, weil es unseren Stoffwechsel belastet. Seitdem diese H-Milch eingeführt wurde, klagen immer mehr Menschen über Laktoseintoleranz und steigen um auf laktosefreie Milch – aus dem Tetra Pak. Die körperlichen Probleme werden damit nur verschoben. Habt ihr denn Probleme mit Milch?“

    „Der Arzt meint, ich bin gesund!“

    „Nein, ich fühle mich gut und bin gesund. Beim letzten Arzt-Termin war auch alles in Ordnung.“ „Das klingt doch wunderbar, wenn es sonst keine Probleme gibt“, gab ich zurück. Ich empfand das Gespräch als beendet und wendete mich wieder meinem Teller zu.

    „Aber meine Gelenkschmerzen sind wieder schlimmer geworden“, hörte ich zögerlich vom anderen Tischende.
    „Och nee. Schon wieder?“ Beide Frauen sahen sich nachdenklich an.
    „Ich weiß auch nicht woran das liegt.“
    „Ja und bei mir spielt in letzter Zeit die Verdauung wieder verrückt. Ich trinke einfach zu wenig!“
    Ich höre im Hintergrund eine Kaffeemaschine angehen. Kurze Zeit später standen drei Tassen dampfendes Heißgetränk vor uns auf dem Tisch.

    „Milch?“ Ich lehnte dankend ab. Sich selbst und ihrer Mitstreiterin öffnete sie sogleich noch eine frische Tetra-Pak Milch und goss großzügig ein.

    „War da nicht noch was mit dieser Massentierhaltung?“, hakte ich vorsichtig nach. „Ja, aber man kann doch nicht auf alles verzichten!“ Ich zog eine Augenbraue hoch und ließ das Gespräch auf sich beruhen.

    Bedeutet Verzicht keinen Genuss erfahren zu können?

    Noch viel wichtiger als die Kommunikation ist auch die Umsetzung gesundheitserhaltender Methoden und Hausmittel. Viele beklagen im Nachgang körperliche Gebrechen, sind sich jedoch nicht ansatzweise bewusst, welche Auswirkungen Lebensmittel auf uns haben. Denn die kleinen und großen Weh-Wehchen werden schon die vielen Pillen und Arzt-Termine richten, nehme ich an?

    Wer viele gut gemeinte Dinge (wie H-Milch im Kaffee oder die Knabberpackung dazu) ablehnt, scheint auf Genuss zu verzichten. Aber den wahren Genuss findet man, meiner Meinung nach, nur in den naturbelassenen Lebensmitteln. Aromen reiches Sauerteigbrot, gehaltvolle Rohmilch, Weidefleisch, ungespritztes Obst, frische (Wild-)Kräuter, guter Kaffee… die Liste ist lang. Und so voller Genuss.

    Titelbild von seymasungr/pexels

  • Ruh Dich nicht auf Deinen (schlechten) Genen aus

    Ruh Dich nicht auf Deinen (schlechten) Genen aus

    Herausforderungen in meiner Jugend

    Ich tunke gern diese kleinen, buttrigen Plätzchen in meinen Kakao, wenn wir bei Verwandten zu Besuch sind. Oft gibt es auch Sahneschnittchen mit Erdbeeren, diese kleinen Windbeutelchen mit vanilliger Füllung oder einen Rührkuchen mit Schokoladenglasur. Selten gibt es auch etwas Herzhaftes, immerzu natürlich Kaffee und Limonade. Ich weiß nicht, ob diese Dinge selbst hergestellt wurden. Jedenfalls sahen sie überall sehr ähnlich oder gleich aus und ich habe sie ganz gern gegessen. Alle haben sie gern gegessen.

    Gesundheitlich war ich eigentlich nie auffällig. Mein Übergewicht kam „einfach so“ in der Grundschule dazu. Ich esse einfach gern und bin auf dem besten Weg ein großer, schlanker Erwachsener zu werden, laut der Kinderärztin. In der Jugend gab es den Verdacht auf Skoliose. Daraufhin durfte ich für einige Wochen zu einer speziellen Massage. Später folgten dann chronische Magenschleimhautentzündung, dünne Haare, brüchige Nägel, Depression und weitere psychosomatische Erkrankungen. Keiner konnte sich erklären warum es mein Leben nicht so gut mit mir meinte.

    Erst als ich nach Sachsen zog, beschäftigte ich mich intensiver mit Ernährung. Ein guter Kaffee war der Anfang.

    Mit Anfang 20 versuchte ich es vegetarisch und zeitweise vegan. Ich vertrug sowieso keine Milch, bio Fleisch war nicht erschwinglich, den Eierkonsum reduzierte ich drastisch und Gemüse und Nudeln waren schon OK. Ich vertrug zu dem Zeitpunkt kaum noch Obst, kein Soja, keine Nüsse. Wenn ich zu hungrig wurde kaufte ich mir eine Tafel billige Schokolade, 250g foliertes Hackfleisch und 1 großes Ciabatta aus der Selbstbedienungstheke. Die Schokolade inhalierte ich bereits auf dem nach Hause Weg. Dann bereitete ich den Rest zu und war den Rest des Abends kaum zu gebrauchen – außer vor dem Laptop.

    Ich erfuhr erst sehr spät in meinem Leben, dass meine auftretenden Hautausschläge und Geisteskrankheiten schon lange in meiner Familie kursierten. Ich war ernsthaft frustriert.

    Wendepunkt

    Mit der Geburt meines ersten Kindes veränderte sich mein Lebensbild schlagartig. Ich wollte sie nicht wie mich ernähren. Ich erkannte, dass das so nicht gut war und nicht dem Wachstum eines Baby entsprach. Es entsprach nicht einmal im geringsten der Anforderung einer stillenden Mutter. 

    Ich gab gepufftes Müsli, Mandelmilch und Avocadobrownies auf und kaufte wieder Eier. Milch. Gelegentlich Fleisch, Leberwurst. Ich kaufte mir eine Knetmaschine für Brotteig. Das Zeug aus dem Laden durfte mein Baby nicht kriegen. Butter musste her und regionaler Honig. 

    Ich hatte so einen großen Hunger! Auf Nährstoffe, Mineralien und ganz besonders Eier und Leberwurst. 

    Ich erfuhr über Sarah Schmid (Autorin von „Alleingeburt“) vom Zahnarzt und Forscher Weston Price und fand es völlig absurd, diesen traditionellen Gebräuchlichkeiten zu folgen. Desto mehr ich darüber las, desto mehr fühlte es sich jedoch richtig an. Einfach nur ein weiterer Versuch von Vielen. 

    Wir haben einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit

    Dann bestellte ich mir schlussendlich das Buch „Ernährung und Körperliche Degeneration“ von Price. Und die größte Inspiration war hierbei die Erklärung, dass sich unsere Zellen ständig im Umbruch befinden. Das bedeutet, dass wir aktiv an unserer Gesundheit Einfluss haben und demnach auch über die Gesundheit unseres Nachwuchs mitbestimmen. Die Zeit vor der Empfängnis ist so wichtig wie alles Weitere danach. Naturvölker wussten bereits vor der modernen Medizin, wie sie ihre werdenden Mütter und Väter sowie den Nachwuchs gesund erhalten können mit natürlichen und vollwertigen Nahrungsmitteln aus der lokalen Umgebung.

    Wenn wir uns mit ausreichend körperbildenden Stoffen versorgen, hat auch unser Nachwuchs den besten Start ins irdische Leben. Es muss sich nicht automatisch mit den Dingen herumplagen, die uns von den eigenen Eltern aufgebürdet wurden. Denn das ist das Ergebnis aus Fast Food, raffinierten Pflanzenölen, Konservenfutter, Weißmehl und weißem Zucker. Durch eben jene Unterversorgung im eigenen Körper können Zellen bei ihrer Teilung, zB bei einer Empfängnis, beschädigt werden. Ebenso können Kinder immense Problem im Wachstum bekommen. Und dabei waren die Sahneschnittchen mit Erdbeeren bei meinen Verwandten nur die Spitze des Eisbergs.

    „Normal“ ist nicht gleichbedeutend mit „Gesund“

    Da nützt auch die beste Vorsorge beim Gynäkologen nichts, wenn wir nicht die Verantwortung für uns übernehmen. Ernährung sollte wieder einen viel größeren Stellenwert in der Gesellschaft annehmen. Frisch kochen, gemeinsame Mahlzeiten einnehmen und sich die Nährstoffe auf der Zunge zergehen lassen. 

    Mit jedem weiteren erworbenen Fertiggericht stirbt ein Stück Kultur weg. Pfannkuchen „wie von Oma“ mit Backin, Weißmehl, Zucker, Vanillin und Tetra Pak Milch haben nichts mit traditioneller Ernährung zu tun, sondern ausschließlich mit industriellem Interesse und weitreichenden Marketing über Generationen hinweg. 

    Diese Dinge zu unterscheiden und zu durchblicken, scheint auf den 1. Blick herausfordernd und in manchen Teilen auch absurd. Aber genau deshalb ist es so immens wichtig darüber aufzuklären und Menschen zum Austausch zu finden. 

    Mit helfenden Händen Burgerbrötchen für viele Menschen anfertigen, anstatt sie blind zu kaufen. Hier entstehen sie noch aus Auszugsmehl – inzwischen mahle ich das Getreide frisch für solche Teige.

    Natürlich gibt es nicht die „eine richtige“ Ernährung. Aber es gibt eine Menge Gemeinsamkeiten rund um den Globus, von denen wir gegenseitig profitieren können. Und mit dem Hinterfragen unserer Gewohnheiten, dem „einfach mal machen“ entdecken wir für uns, ganz individuell und ohne äußeren Druck wie Werbung, die beste Ernährung für uns.

    Um solchen Austausch zu fördern, biete ich Vorträge, Kräuterspaziergänge und andere Veranstaltungen zu Themen wie der traditionellen Gesunderhaltung an. Bei Fragen und Anregungen erreichst Du mich unter unser „Kontaktformular“. Zukünftige Termine findest du hier.

  • Rezept: Herzhafte Quiche mit Vollkorn und Hackfleisch

    Rezept: Herzhafte Quiche mit Vollkorn und Hackfleisch

    Viel zu tun an warmen Tagen

    Die Tage fühlen sich inzwischen lang, sonnig und warm an. Während das Gemüse in Kübeln und im Freiland langsam bei uns gedeiht, wachsen die Aufgaben ebenso weiter mit jedem Tag. Das wilde Beikraut wuchert kräftig zwischen Steckzwiebeln, Möhrrüben und Dill und bleibt für mich wohl eine begleitende Tätigkeit, die ich persönlich nicht so gern mag. Ich erfreue mich aber als Wildkräuterpädagogin über jedes neu entdecke Wunderkraut in unserem Garten! Die Vielfalt ist wahnsinnig und ich kann mich leider nicht von jedem störenden Kraut im Beet trennen, obwohl ich es oft genug später im Jahr bereue.

    Deftiges Essen zur Stärkung

    So wächst munter der Giersch, der Beifuß, jede Menge Kompass-Lattich und sogar die echte Kamille scheint dieses Jahr „zu viel“ zu werden. Toll zum Sammeln! Und obwohl sich viele bei hitzigen Temperaturen bevorzugt über leichte Kost erfreuen, merke ich an der kräftezehrenden Tätigkeit, dass mir ein bisschen Gemüs mit Soß nicht ausreichend würde.

    So gibt es heute eine feine Quiche mit Vollkornmürbeteig (lange Teigruhe für bessere Nährstoffaufnahme) und einer Füllung aus Hackfleisch, Sahne, saure Sahne, Eiern und etwas Bergkäse. Was gut rein passt? Kräuter! Von Petersilie und Dill brauch ich gar nicht mehr zu sprechen. Giersch, Brennnessel, ein bisschen Sauerampfer, vielleicht ein paar Blätter oder junge Knospen vom Wiesen-Bärenklau? Probieren geht bekanntlich über Studieren und so ist es auch mit Quiche. Hier kommt das Rezept:

    Rezept: Herzhafte Quiche mit Vollkorn und Hackfleisch

    Zutaten

    Vollkornmürbeteig (am besten schon am Vortag)

    400g Mehl
    200g Butter
    1 Eigelb
    Salz

    Aus den obigen Zutaten einen Mürbeteig zubereiten und kühl stellen. Er kann auch frisch genutzt werden.

    Füllung

    150ml Milch
    75ml Sahne

    200ml saure Sahne
    4 Eier
    300g Hackfleisch

    Salz, Peffer, Oregano, Majoran, Muskat
    Bergkäse
    Petersilie

    So wird´s gemacht

    Eine Auflaufform gleichmäßig mit dem Mürbeteig auslegen, mit einer Gabel mehrfach einstechen und bei 200 Grad ca. 10 Minuten hell ausbacken.

    In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Hierfür die Milch, Sahne und Eier miteinander verquirlen. Das rohe Hackfleisch klein zupfen und beimengen. Mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen kräftig abschmecken und in den vorgebackenen Teig füllen. Nach Wunsch Bergkäse reiben und drüber geben.

    Weitere 25-30 Minuten bei gleicher Hitze backen, bis die Quiche bräunt. Heiß servieren und mit Petersilie garnieren.

    Tipp: Die doppelte Portion Mürbeteig vorbereiten und im Kühlschrank lagern. So hast du für mehrere Tage die Möglichkeit eine Quiche nach deinem Geschmack zu backen!

  • Buchempfehlungen (Ernährung)

    Buchempfehlungen (Ernährung)

    Überforderung im Alltag

    Wenn ich neugierig durch einen Buchladen der größeren Ketten stapfe, überfluten mich Unmengen an „Bestsellern“ und neu aufgelegter Fachliteratur. In diesem wirrwarr überhaupt noch seine Konzentration beizubehalten ist fast unmöglich. Deshalb mache ich mir inzwischen einen Plan, bevor ich in einen Buchladen gehe. Und dieses „Ziel“ hilft mir ungemein bei der Orientierung.

    Flohmärkte bringen Inspiration

    Ich stöbere auch sehr gerne durch lokale Flohmärkte, soweit es die Stimmung der Kids zulässt. Dort habe ich bereits ein paar sehr hilfreiche Bücher gefunden, die mich inspiriert haben und auf meinem Weg wichtige Begleiter waren bzw. noch immer sind. Ich bin jemand, der Bücher (auch Wälzer) mehrfach liest und möchte behaupten, dass ich in meinem Leben noch nie so effizient Bücher in mich aufgesogen hab, wie vor der Zeit mit Kindern.

    Durchs Kind auf die Gesundheit gekommen

    Mit meiner Erstgeborenen hat sich eine 180 Grad Wende in meinem Leben durchgesetzt – zum absolut Positiven. In diesem Beitrag möchte ich Euch einen kleinen Teil meiner Literatur über gesunderhaltende, traditionelle Ernährung (teils neu interpretiert und an die Moderne angepasst) vorstellen. Diese Bücher vermitteln das alte Wissen unserer Urgroßeltern und noch länger zurück, wofür es damals keine Wissenschaft benötigte, um die gesundheitsfördernde Wirkung zu bestätigen.

    Heutzutage fehlt uns das Gefühl, der Instinkt sozusagen, um uns wieder mit unserer Natur zu verbinden. Es geht hierbei nicht um „vegan“, „vegetarisch“, „lowCarb“, „Trennkost“ oder sonst einen Ernährungstrend. Es geht hierbei um DICH und DEINEN Weg zu einer gesunderhaltenen Ernährung, die Dir gut tut. Auf diesem Weg können Dich die Bücher begleiten und geben das wertvolle, beinahe vergessene, Wissen weiter.

    Bücherwissen praktisch umgesetzt

    Ich gehe auf einen Teil der Inhalte und die praktische Umsetzung im Alltag während meiner Veranstaltungen (https://roeda-sieben.de/sauerteig-und-dost-veranstaltungen/) ein. So kannst du dir bereits eine kleine Übersicht verschaffen und vielleicht kommen wir zu einem regen und rationalen Austausch.

    Meine Buchempfehlungen*

    kritische Verbraucheraufklärung

    Titel: „Die Essensfälscher – Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen“
    Autor: Thilo Bode

    Titel: „Die Ernährungslüge – Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt“‚
    Autor: Hans-Ulrich Grimm

    gestörte Darmflora, ihre Folgen und wie man sie heilen kann

    Titel: „GAPS Gut and Psychology Syndrome – Wie Darm und Psyche sich beeinflussen“
    Autor: Dr. Natasha Campbell-McBride

    traditionelles Wissen für die ganze Familie zur Gesunderhaltung mit praktischen Rezepten

    Titel: „Nourished – Baby/Toddler“
    Autor: Paula Saalfeld und Katharina Halmetschlager

    Titel: „Nourished – Pregnancy/Postpartum“
    Autor: Paula Saalfeld und Katharina Haltmetschlager

    Titel: „Nourished – Through The Seasons“
    Autor: Paula Saalfeld

    Titel: „Die neue Traditionelle Ernährung“ und „Die neue Traditionelle Ernährung – Herbstspezial“
    Autor: Heidi Beeck und Esma Storck

    Feldstudie eines Zahnarztes über gesunder Naturvölker und die Folgen moderner Ernährung

    Titel: „Ernährung und Körperliche Degeneration“
    Autor: Weston A. Price

    *Ich erhalte für die genannten Empfehlungen keine monetäre Zuwendung


  • Mit Kräutern durchs Jahr: Schlehe / Schwarzdorn

    Mit Kräutern durchs Jahr: Schlehe / Schwarzdorn

    Allgemeines

    Sind euch schon einmal im Frühjahr die duftenden weißen Blütenmeere in der Landschaft aufgefallen? Das könnten liebliche Schwarzdornsträucher sein und ich persönlich kann es kaum erwarten, dass es bald wieder los geht! Die sparrig verzweigten und bedornten Sträucher können so manchen Spaziergängern etwas grimmig erscheinen, aber unsere heimische Insektenweide ist ein sehr genügsamer Weggenosse des Menschen, welcher uns gleich mehrfach beschenkt.

    Auf den Bildern könnt ihr das prachtvolle weiße Blütenmeer aus dem Frühjahr und die herrlich prallen Früchte sehen, die in der kalten Jahreszeit königsblau durch das nackte Geäst hindurchstechen. Ich finde beim Anblick der anmutigen Früchte wird man ganz poetisch. Die Schlehe ist überhaupt eine Augen- und Bienenweide.

    So erkennst du sie

    Ich habe es bereits oben erwähnt: Die Schlehe ist ein wild verzweigter und bedornter Strauch mit fast schwarzer Rinde. Spätestens im Winter erkennst du sie an den blauen Früchten, die durch ihren hohen Gerbstoffgehalt ein besonders pelziges Mundgefühl hinterlassen.

    So kannst du die Schlehe nutzen

    Gerbstoffe wirken zusammenziehend, entzündungshemmend sowie reiz- und schmerzlindernd. Sobald die blauen Kugeln ihren ersten Frost abbekommen haben, werden sie bereits etwas süßer. Falls man ausreichend Früchte gesammelt hat, findet man spannende Rezepte für „Schlehensaft“, „Schlehenmus“ und natürlich Hochprozentigeres, wie „Schlehenlikör“. Ich könnte mir getrocknete Früchte auch lecker in einer jahreszeitlichen Teemischung vorstellen. Die gesammelten Blüten aus dem Frühjahr lassen sich außerdem zu einem Tee zubereiten.

    Ausprobieren konnte ich leider noch nichts von alledem. Obwohl wir einen Strauch (und noch weit mehr in der Umgebung) haben, der jährlich üppig blüht und fleißig Ableger erzielt, gab es kaum eine Handvoll Früchte. Dafür überrascht uns die heimische Vegetation jedes Jahr aufs Neue mit anderen Genüssen aus der Natur.

  • Ernährung erklärt: Getreide und Antinährstoffe

    Ernährung erklärt: Getreide und Antinährstoffe

    Das moderne Problem

    Es gibt immer mehr Menschen mit Allergien bis hin zu völligen Unverträglichkeiten (z.B. Zöliakie). Das Problem was viele nicht sehen: Es liegt nicht am Getreide, dass wir es allmählich nicht mehr vertragen. Sondern am Umgang mit unseren Nahrungsmitteln.

    Der richtige Umgang

    Der Mensch hat über die Zeit seiner Existenz viele Dinge und Methoden ausprobiert, um das heimische Nahrungsangebot an ihn und seiner Verdauung anzupassen. Viele Nahrungsmittel enthalten, wie z.B. Getreide, sogenannte Antinährstoffe. Für die Pflanzenwelt sind diese unabkömmlich, sie wirken u.a. als Schutzmechanismus gegenüber Fraßfeinden. Durch Ausprobieren und Zufall konnten jedoch Methoden entwickelt werden, um das Getreide für unseren Stoffwechsel besser verwertbar zu machen.

    Traditionelle Zubereitungsmethoden

    Einweichen, Säuern, Rösten, Keimen. Je nach Art des Rezeptes und des verwendeten Getreides können wir uns für eine oder mehrere Methoden entscheiden. „Overnight Oats“ waren nie ein neu dazugekommener Trend – geflocktes Getreide in einem sauren Milieu (wie z.B. Joghurt) einweichen zu lassen wurde bereits lange vor sozialen Netzwerken publik. Wer sich für traditionelle Zubereitungsmethoden interessiert, findet auf meiner Webseite nicht nur Rezepte sondern auch empfohlene Adressen und Bücher dazu. Weitere Beiträge dazu folgen laufend.

    Vollkorn statt Auszugsmehl

    Wer liebt sie nicht – fluffig, weiche Teilchen vom Bäcker. Gefüllt, ungefüllt, mit oder ohne Streusel. Eine Scheibe Toast zu Rührei, Brötchen zum Sonntagsfrühstück. Mittag schnell ein paar Brote für unterwegs geschmiert. Backwaren sind heute längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Mit sichtbaren Folgen für uns alle: Zahnfehlstellungen und Karies, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Hautleiden wie Neurodermitis, Diabetes. Krankheiten die auch unsere Kleinsten nicht mehr verschonen.

    Mögliche Ursachen

    Eine Ursache könnte, neben der inkorrekten Zubereitungsmethode, die Unmengen an uns aufgetischten minderwertigen Auszugsmehlen sein. Frisch gemahlenes Vollkorn, mitsamt dem aktiven Keimling, bringt das reine Naturprodukt mitsamt dem vollen Nährstoffprofil in unsere Zellen. Das Gesamtpaket unterstützt nicht nur die Nährstoffaufnahme und sorgt für bessere Verdaulichkeit – es unterstützt auch den korrekten Stoffwechsel in unserem Körper und verhindert die Blutzucker Achterbahn.

    Auszugsmehle können dies nicht bieten und schädigen in hohem Maße, wenn reichlich konsumiert. Sie bieten Pilzen und schlechten Bakterien in unserem Verdauungstrakt eine reichhaltige Grundlage und fördern zudem eine Unterversorgung im ganzen Körper – das Gehirn mit eingeschlossen.

    Eine Getreidemühle bereichert unsere Küche seit 2021

    Die Produktion eines Standard Brot aus dem Supermarkt

    Man nehme einen X-beliebigen Teig aus einem Auszugsmehl der Wahl, vornehmlich Weizen. Es wird mit Wasser, Salz, einem Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig vermischt. Doch hier liegt bereits die Herausforderung: Getreide bzw. das Mehl daraus ist ein naturbelassenes Produkt. In der Industrie werden Schwankungen während der Herstellung und der späteren Qualitäts- und Gleichheitskontrolle nicht gern gesehen. Auch ein Verderb bei längerer Lagerung sollte deutlich eingeschränkt werden.

    Hierfür entnimmt man dem gemahlenen Getreide den Keimling (der auch maßgeblich Anteil am korrekten Stoffwechsels in unserem Körper hat), erhitzt diesen, damit es über einen längeren Zeitraum lagerfähig wird. Im Anschluss wird der inaktive Keimling dem Mehl wieder hinzugefügt, um es als „Vollkorn“ deklarieren zu können. Hinzu kommen allerlei „Mehlverbesserungsmittel“, damit das Mehl z.B. schön hell bleibt, der Teig besser aufgeht, die Porengröße beeinflussbar wird…

    Es wird eine große Menge Hefe hinzugefügt, denn man hat nicht viel Zeit. Der Sauerteig bringt die typische Säure für kräftigeres Brot mit. Dann wird es nach kurzer Reifezeit gebacken und in die Märkte geliefert. Fertig ist der schwer verdauliche, entzündungsfördernde und Blutzuckerunfreundliche locker-leichte Gebäckgenuss mit Folgen. Hungrig geworden? Oder eher nachdenklich?

    Zurück zum nährendes Genuss

    Ab und an ein Teilchen vom Bäcker zu verzehren gehört für viele zum Leben dazu und ergänzt unseren Genuss. Brot, Brötchen und Co. aus dem heimischen Ofen lassen uns nicht nur die Eigenverantwortung für unsere Nahrungsmittel wiedererlangen, sondern fördern auch die Gesundheit und Lebensqualität.

    Wer selbst schon Brote für Familie und Freunde gebacken hat, kennt die Magie hinter frisch Gebackenem (am besten noch warm!). Wer lust bekommen hat, seine eigenen Brötchen zu backen findet hier ein Rezept für einfache Vollkornbrötchen über Nacht. Durch den unkomplizierten Teig und der lange Gehzeit bleibt man flexibel am Backtag und das Ergebnis sind aromatische Brötchen mit Biss – Genuss ohne zu beschweren!