Essen braucht Zeit. Das können meine Kinder nicht immer nachvollziehen und das ist auch OK. Wenn meine Jüngste Waffeln möchte, dann jetzt. Sofort. Und wenn es Widersprüche meinerseits gibt, bekomme ich ein wütendes Stirnrunzeln zurück. „Warum nicht!?“, ertönt es dann vorwurfsvoll. Und dann beginnen wir zu plaudern. Was gehört alles in einen Waffelteig? Butter und Milch von der Kuh, Eier von Hühnern und Mehl. Getreide muss ruhen, damit es besser für unseren Bauch wird. Und wenn wir einen schmackhaften Teig haben wollen, der nicht nur den Bauch füllt, sondern auch unser Gehirn und unsere Muskeln versorgt, dann fühlen wir uns nicht nur stark. Wir sind es auch.
Diese Waffeln sind mehr als nur eine Süßigkeit oder ein schnelles Mittagessen für den süßen Zahn. Sie sind leicht bekömmlich, nährstoffreich und geben die Kindheitserinnerung der Älteren gleichsam an den Nachwuchs weiter.
Rezept: Waffelteig (für ca. 20 kleine belgische Waffeln)
Zutaten
Vorteig
380g Vollkornmehl (Einkorn oder Dinkel*)
300ml Vollmilch
1 EL saures (Apfelessig, Naturjoghurt, Zitronensaft, Molke, Kefir)
Hauptteig
150g Butter, weich
6 EL Süße (Ahornsirup, Honig)
4 Eier
1 Prise Salz
1 TL Vanille, gemahlen
1/4 TL Natron
Für den Vorteig, dass Vollkornmehl mit der Milch und der sauren Flüssigkeit nach Wahl vermengen. Bei Raumtemperatur mindesten 2, besser 12 bis 24 Stunden stehen lassen.
Nach der Zeit alle übrigen Zutaten zum Vorteig geben und z.B. mit dem Handrührgerät verquirlen. Den Teig in einem Waffeleisen ausbacken. Ich nutze hierfür eine Gusseisenform. Die Waffeln am besten sofort servieren. Wir essen sie am liebsten mit selbstgemachter Schokobutter, Beerensauce, geschlagener Sahne oder mit Vanilleeis. Die Waffeln eignen sich auch hervorragend zum Einfrieren!
*Du kannst das Vollkornmehl auch zur Hälfte mit 550er Mehl ersetzen um trotzdem vom Vollkornanteil zu profitieren.
